Montag, 26. Dezember 2011

Weihnachten?

Nun ja, ich bin auch sonst nicht gerade die Weihnachtsgebäck backende, Geschenke bereits im Sommer sammelnde, alles mit Sternchen dekorierende Hausfrau. Aber dieses Jahr war mir wirklich gar nicht ums Feiern. Rolf liegt im Spital mit der Rechnung seiner bisher sträflich vernachlässigten Gesundheit, ich durfte zwei Wochen lang nebst meinem auch noch seinen Job verrichten und versuchte beides erst noch möglichst gut zu machen, um nicht noch weitere Kritik einzufangen bezüglich meiner Leistungsfähigkeit. Da war Weihnachten echt eine Nebensache und ich war froh, dass ich mir erlauben konnte, im eigenen Geschäft Geschenke auszulesen.
Jetzt bin ich leer. Das Fest war dennoch schön, auch wenn Rolf derweil immer noch im Krankenhaus liegt. Wenigstens geht es ihm täglich besser und wie es aussieht, war es, obwohl er wirklich knapp am "game over" vorbeigeschrammt ist, wohl das Beste, was ihm passieren konnte. Ein riesen grosses Stoppschild! So nicht mehr - anders weiter! Und während er sich erholt, sammeln sich hier seine unerledigten Sachen...
Ja - und ich? Wie lange mache ich so weiter? Was soll ich anders machen, bevor es mich flachlegt? Wie soll ich die ganzen angesammelten Löcher stopfen? Wann und wohin soll ich die Dinge versorgen, die immer noch verhindern, dass ich mein Auto in die Garage stellen, meine Wäsche ordentlich aufhängen, meinen Papierkram übersichtlich erledigen kann? Und wie soll ich es bei alldem fertig briongen, dass ich einfach mal abschalten, mich erholen kann, um neue Kraft fürs neue Jahr zu tanken?


Die eine oder andere Ecke ist schon sehr wohnlich geworden, hier im Haus meiner Jugendzeit und trägt immer mehr meine Handschrift. Aber es sind noch so viele Dinge meiner Eltern hier, so viele Sachen wären wegzuwerfen - wenn ich es denn könnte und so viel bereits wieder zu putzen oder auch zu flicken... Dabei möchte ich doch endlich wieder mal meine früheren Freunde sehen, ausgehen, Leute einladen, Geselligkeit leben.
Zwei Wochen Ferien - nicht in den Bergen wie geplant, sondern hier zu Hause - Zeit zum Aufräumen, Einordnen, Putzen und endlich ankommen. Ich bin gespannt, wie weit ich damit komme und wie schnell zwei Wochen diesmal wieder vorbei sind. Jetzt jedenfalls gehe ich schlafen.

Kommentare:

  1. Wie Kritik deiner Leistungsfähigkeit/en? Du hast gerade in den letzten beiden Wochen mehr geleistet als manch anderer. Und ja, ich habe Angst um dich. Nicht um deine Leistungsfähigkeit, sondern einfach nur um dich. Zum Glück gab es ja wie du schön bemerktest, kein "Game over". Und nun werden wir sehen, dass selbiges für dich auch nicht zutreffend sein wird.
    Danke das es dich gibt!!!

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  2. Liebe Dodo

    Ja, das war wahrlich alles ein bisschen viel. Sehr viel. Ich ... wir ... sind einfach schuderhaft froh, dass Rolf wieder auf dem aufsteigenden Ast ist. Wir wünschen ihm weiterhin ganz ganz ganz doll gute Besserung.
    Und Dir einfach alles, was Du Dir selber wünschst.

    Herzgrüessli von uns und der Villa Kunterbunt
    Fränzi + Jörg

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  3. Danke, ihr beiden!
    Heute habe ich mir mal einen Wunsch erfüllt: Ich habe zwei Stunden lang gesungen und Musik gemacht, all meine alten Lieder, gesammelte Impressionen meines Lebens seit ich hier aus- bis ich wieder hier eingezogen bin, versucht zu rekonstruieren und einige auch zustande gebracht. Es wird schon! :-)

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  4. Hallo Dodo,
    nach langer Zeit lese ich bei Dir und muss mitbekommen, dass Rolfi im Spital ist.
    richte doch bitte Grüße aus.
    Und für Euch
    ein gesegnetes, kraftvolles Neues Jahr.
    Liebe Grüße
    Ika

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