Sonntag, 8. Januar 2012

Versprechen einlösen...

Nachdem nun schon eine Woche des neuen Jahres vorbei ist, will ich mich doch meines ersten Versprechens hier erinnern! Beinah hätte ich den Computer schon ausgemacht...
Ja, es liegt halt immer noch einiges im Argen. Rolf wird immernoch im Spital festgehalten - zu seinem Wohl selbstverständlich, aber es ist halt doch mühsam und ermüdend. Auch für mich. Die Ferien sind inzwischen vorbei und morgen beginnt die Schule wieder - und immernoch fehlt hier der Mann im Haus. Der mich in den Arm nimmt, bei dem ich mich anlehnen kann, ... den ich beauftragen kann, den Müll rauszustellen, noch rasch was einzukaufen ;-)... der mit dem Hund laufen gehen würde, weshalb auch dieser nun wieder fehlt im Haus. Denn wer sollte ihn ausführen, wenn wir, Sarah und ich, auch beide weg sind? Und so kommt eins zum andern - bzw. eben nicht!
Aber gut, es gibt auch Erfreulicheres zu berichten. Mal abgesehen davon, dass sich Rolf doch auch langsam erholt und den Mut hat, einiges angehen und ändern zu wollen, tapfer durchhält und akzeptiert, dass ich ihn jeden einzelnen Tag besuchen will, trotz seiner Schonungsversuche ;-), konnte ich trotz allem zur Hälfte wenigstens am Coaching-Treffen bei Zürich teilnehmen, viele bekannte und einige noch unbekannte Gesichter sehen und Inputs für meine neue Arbeit sammeln: Anfang Februar beginnt meine erste Ausbildung in HEB-Coaching, die ich nicht als Teilnehmerin oder als Assistenz, sondern als Kursleiterin anpacken werde. Noch ist die Gruppe klein, aber erfahrungsgemäss gibt es auch im letzten Moment Kurzenschlossene, die noch aufspringen auf diese Jahresausbildung mit sehr gutem Preis-Leistungverhältnis (http://www.heb-coachingfachschule.ch/ ). Auch meine eigene Coaching-Praxis scheint jetzt am richtigen Ort zu stehen und funktionstüchtig zu sein, was auch mein Budget etwas entlasten wird. Und mal ehrlich: Wie hätte ich selbst ohne diese Ausbildung die letzten Wochen und Monate überstehen sollen? Wie mit Menschen umgehen, die mir meine schwindende Leistung vorhalten, anstatt mich zu fragen, wie's mir geht und ob man mir helfen könne? Wie mit mir selbst, wenn ich an meine Grenzen komme und mich frage, was ich falsch gemacht habe, dass ich, dass wir in diese ganze Misere geraten konnten? Ohne meinen lösungsorientierten Hintergrund hätte ich den Arzt schon längst um ein Zeugnis für Burn-out ersucht und das Handtuch geworfen, mich als Opfer gesehen oder wäre krank geworden. Aber ich bringe es immer wieder fertig, in allem einen nächsten Schritt, eine gute Absicht oder doch immerhin eine akzeptable Eigenleistung festzustellen und daraus Mut zu schöpfen, meine Kräfte selbst wieder aufzubauen oder zumindest im rechten Moment um Hilfe zu bitten. Nicht immer bin ich nämlich die "Starke" und "Ruhige", die ich gerne sein möchte. Es gibt Momente, in denen ich auch mal eine Schulter zum Ausheulen brauche. Danke, dass es diese gibt. Danke meiner wunderbaren Familie für den unglaublichen Zusammenhalt! Und danke allen, die sich kümmern, nachfragen, mitdenken, da sind. 
Nun beginnt die Schule wieder. Ich hoffe, dass auch diese nächsten fünf Wochen mit Extraeinlage (Elterngespräche und zweiwöchigem Praktikum, dazu die erstmalige Kursleitung) nicht zur Belastung, sondern zur anregenden Herausforderung werden, sich daneben Rolf wieder wohlfühlen und dann auch seine eigenen Dinge anpacken kann und wir beide gemeinsam die Wochenenden und Abende endlich wieder so richtig geniessen können werden... Es wäre glaube ich an der Zeit!

Kommentare:

  1. Liebe Dodo,
    ich komme ja nur sporadisch zum Lesen in andere Blogs, weil ich zum Einen beruflich stark eingespannt bin, zum Anderen selbst gerne schreibe. Dazu kommen noch Haushalt, Freunde, naja das Übliche.
    So war ich lange nicht mehr in Deiner Bloghütte, die für mich doch eine der interessantesten ist.

    Nun, wo ich "zurückgelesen" habe, wünsche ich Dir, dass Du Deine Kraft behältst, ein bisschen Ruhe und Entspannung findest, und vor allem gesund bleibst. Für Rolf alles, alles Gute und liebe Grüße!
    Und denk dran: die Welt wurde nicht an einem Tag erschaffen, das Chaos ist immer noch vorhanden - und trotzdem leben wir. So solltest Du es auch langsam angehen. Aufräumen, entrümpeln und so weiter geht auch später noch.
    Ich wünsche Dir, Euch, eine gute Zeit in diesem noch jungen Jahr! Xammi

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    1. Liebe Xammi
      ja, genau so mache ich's...drum ging's auch so lange bis zu meiner Antwort hier! ;-)
      Danke für dein Reinlesen! Ich wünsche dir auch viel Ruhe und Entspannung... die kann jeder brauchen;-)
      Liebe Grüsse
      Dodo

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