Es ist Zeit, höchste Zeit, wieder mal zu schreiben.
So schnell, wie die Dinge an uns vorbeirauschen, kann ich gar nicht rapportieren! Die Eröffnung von Rolfs Vitrine in Bern rast auf uns zu, das alte Schuljahr entwischt mir zwischen den Fingern. Dazu kommen so unglaubliche Vorhaben wie der definitive Aufbau meiner Coaching-Praxis mit Tageskursen und der geplante Wohnortswechsel! Und das alles in den nächsten paar Wochen und Monaten. Ich schnappe nach Luft. Und ich merke, ich lebe! Es zieht mich mehr und mehr wieder nach Hause, in meine Stadt, in die Nähe meiner Freunde und Bekannten aus Schulzeit und Ausbildung, auch wenn ich den See hier vermissen werde. Aber was heisst hier vermissen - ich werde ja viermal pro Woche daran vorbeidüsen und kann jederzeit den Weg ändern und ein bisschen Ruhe einziehen.Ich könnte mich sogar in ein Gummiboot setzen und warten, bis ich bei meinem alten neuen Zuhause ankomme, na ja, fast. Ein Haus am Rande der schönsten Stadt Europas, fünf Minuten zu Fuss zu den ersten Lauben (Arkaden) und zehn Minuten zu Rolfs grünem Gewölbe, für Timmy ein Garten mit Freilauf und für Sarah viele neue Entdeckungen für den abendlichen Ausgang mit Freunden, so wie ich damals - ach was, einfach Heimat! Meine Wurzeln strecken sich und wollen neu ansetzen.
Es kommt viel Arbeit auf uns zu, aber seltsam, ich empfinde gar keinen Stress dabei, sondern freue mich einfach! Es ist wohl Zeit dafür.
Mehr oder weniger philosophische Gedanken, Geschichten, Gedichte und was mir sonst noch alles an Gefühlen durch den Kopf in die Finger fliesst... typisch ich halt.
Donnerstag, 16. Juni 2011
Montag, 16. Mai 2011
Minutengedicht
Ein Blick in die Kiste
auf Tab Nummer drei
im Blog hier: Da müsste
was Neues mal rein.
Wenn ich schon berichte
so selten, wie's läuft,
von schwerem Gewichte,
von Last, die sich häuft,
von Freude und Spannung,
von Stress und beeilen,
so schreib ich doch wenig-
stens hier diese Zeilen!
Na ja, fast zwei Minuten.... ;-)
Wer versucht's noch?
auf Tab Nummer drei
im Blog hier: Da müsste
was Neues mal rein.
Wenn ich schon berichte
so selten, wie's läuft,
von schwerem Gewichte,
von Last, die sich häuft,
von Freude und Spannung,
von Stress und beeilen,
so schreib ich doch wenig-
stens hier diese Zeilen!
Na ja, fast zwei Minuten.... ;-)
Wer versucht's noch?
Montag, 9. Mai 2011
Viel los!
Mann oh Mann, ist bei uns was los! Kurz vor einer wunderschönen, aber halt doch anstrengenden Landschulwoche (Schulverlegung, für die deutschen Leser/innen) gelang es uns ganz überraschend in einer Blitzaktion einen neuen Standort für Rolfs Vitrine zu ergattern, an ziemlich exklusiver Lage und zu einem unglaublichen Mietpreis. Klein, aber nicht schlecht, würde ich es mal vorsichtig ausdrücken. Also mussten wir ein paar mal in die sprichwörtliche Höhle des Bären fahren und den Vermieter auf nach der Landschulwoche vertrösten, weil Rolf ja mitkam. Kein Problem, und auch das nötige Startkapital purzelte sozusagen ins Haus, und seither sind wir - na ja, vor allem Rolf, denn mir fehlt dazu leider schulbedingt schon wieder die Zeit - am Planen, ausmalen und uns in Richtung Realität träumen.
Hundi ist nun auch wieder zu Hause, morgen öffnet der Shop erst mal hier wieder... noch ein paar Wochen, die's in sich haben werden. Und danach werdet ihr staunen :-) Uns ist es jedenfalls bei der neuen Höhle bereits pudel-, Entschuldigung, bärenwohl! Na ja, ist halt auch Heimat.
Hundi ist nun auch wieder zu Hause, morgen öffnet der Shop erst mal hier wieder... noch ein paar Wochen, die's in sich haben werden. Und danach werdet ihr staunen :-) Uns ist es jedenfalls bei der neuen Höhle bereits pudel-, Entschuldigung, bärenwohl! Na ja, ist halt auch Heimat.
Samstag, 26. März 2011
Des Rätsels Lösung!
"Sie können in der Schule unterrichten, was Sie wollen. Wenn es Ihnen nicht gelingt, dass die Kinder das toll finden, können Sie lieber aufhören."
Gerald Hüther
Jetzt aber Achtung: "Der Zustand der Begeisterung ist wie Dünger für's Hirn."
So könnte auch "ein 85-jähriger Freiburger noch mühelos chinesisch lernen. Aber es müsste ihm noch einmal so richtig wichtig werden mit dem Chinesisch."... denn:
"Gefühle geben den Dingen der Welt Bedeutsamkeit."
"Es ist überhaupt kein hirntechsnisches Problem, dass man da oben einfriert!"
Also werde ich jetzt wieder versuchen, mich so richtig zu begeistern. Das kann ich doch!!! Und ich freue mich drauf :-)
Gerald Hüthers Vorträge begeistern mich jedenfalls!
Gerald Hüther
Jetzt aber Achtung: "Der Zustand der Begeisterung ist wie Dünger für's Hirn."
So könnte auch "ein 85-jähriger Freiburger noch mühelos chinesisch lernen. Aber es müsste ihm noch einmal so richtig wichtig werden mit dem Chinesisch."... denn:
"Gefühle geben den Dingen der Welt Bedeutsamkeit."
"Es ist überhaupt kein hirntechsnisches Problem, dass man da oben einfriert!"
Also werde ich jetzt wieder versuchen, mich so richtig zu begeistern. Das kann ich doch!!! Und ich freue mich drauf :-)
Gerald Hüthers Vorträge begeistern mich jedenfalls!
Freitag, 25. März 2011
Lösungsorientiert
"Na also, geht doch! Sie stehen schon bereit, die Lösungen. Man muss nur offen sein dafür", habe ich gerade eben in meinen Kommentar zum letzten Beitrag geschrieben. Tja, und dabei weiss ich selbst gerade wieder mal immer noch nicht, wie ich aus meiner Bouillabaisse herauskomme. Sicher gibt es Lösungen, um nicht nur mehr Geld zu verdienen, sondern auch weniger ausgeben zu müssen. Und sicher gibt es auch solche, die weder meine/unsere Kraft und Energie aufbrauchen noch die kleinen Freuden des Alltags völlig verbieten. Dass es günstigeren Kaffee gäbe und sogar ohne ginge, dass ein Auto weniger kostet als zwei alte Mühlen, von denen man nie weiss, welche zuerst aussteigt oder dass das Einreichen der aktuellen Steuererklärung vielleicht Erleichterungen gegenüber dem vom letzten Jahr verrechneten Monsterbetrag bringen könnte, ist mir klar. Aber auch, dass ohne Investitionen keine Geschäfte zu machen sind, ohne Weiterbildung keine Basis für fundiertes Wissen und ohne Isolation keine verringerten Heizkosten. Letztere kann ich mir definitiv nicht leisten, denn ohne Lotto kein Gewinn. Trotzdem spiele ich nicht, nicht auch das noch. Aber hat vielleicht irgend jemand eine bessere Idee? Die Lösungen liegen doch nur so herum.Wohin fällt denn mein blinder Fleck die ganze Zeit?
(Ich jammere auf hohem Niveau. Noch haben wir alles, was man zum Leben braucht. Es ärgert mich trotzdem.)
(Ich jammere auf hohem Niveau. Noch haben wir alles, was man zum Leben braucht. Es ärgert mich trotzdem.)
Donnerstag, 17. März 2011
Dodo allein zu Haus
Zum Glück gibt's noch die beiden Katzen. Wenn der Hund nicht da ist, bringen sie es sogar fertig, nebeneinander die Treppe hoch zu laufen und einhellig in der Küche zu warten, bis die beiden Schalen gefüllt sind. Das geht beinahe ohne Fauchen! Die scheue Kitty hat gemerkt, dass von keinem schwarzen schwanzwedelnden Ungetüm irgendwelche Gefahr ausgeht. Da nimmt sie es auch mit der ungeliebten Tochter auf.
Von den beiden Gelegenheitsbesucherinnen abgesehen ist keiner da. Nur ich. Seltsam. Da schaue ich auch schon mal fern. Japan ist der Grund, ja, aber auch die Langeweile, irgendwie. Über die Katastrophe habe ich mich ja bereits den ganzen Tag über Zeitung, Radio und Internet informiert. Die Bilder stossen auf eine instinktive Abwehr, dringen gar nicht mehr richtig durch. Einfach nur schrecklich. Dann die Infosendungen über viele "Was-wäre-wenn"s. Worst case, Gefahren in andern bestehenden AKWs, hier bei uns? Alles nicht möglich? Habt ihr gewusst, dass es sogar in Schweizer Seen Tsunamis geben kann, ja, gegeben hat? Schlimme, die ganze Stadtteile mit sich gerissen haben! Und dass es hierzulande keine Erdbeben geben könne, die stärker sind als die bisher gemessenen, glaubt ja nur, wer nicht weiter als zum Anfang der Geschichtsschreibung zurückdenkt. Also raus aus der Atomenergie! So schnell wie möglich. Das hiesse aber Strom sparen, flimmert mir das lächelnde Gesicht aus dem Flachbildschirm zu, und um das zu erreichen massiv höhere Strompreise..... Oh nein, denke ich mit meinem normalitätsverwöhnten Hirn sofort, nicht noch höhere Rechnungen! Und dann müssen endlich alle Geräte wirklich ausgemacht werden, wie ich es schon lange predige, melden sich in Kettenreaktion die nächstgelegenen Synapsen, während ich gerade feststelle, dass ich in eine stromfressende Flimmerkiste sehe, an mindestens drei Orten das Licht brennt, drüben der Computer auf mich wartet - online natürlich, und das, obwohl ich ganz alleine im Haus bin. Gleichzeitig sehe ich wieder mal gemütliches Kerzenlicht als Alternative und frage mich, wie die dann diese Rationierung durchführen wollen. Nur noch dreimal pro Woche warmes Essen? In Anbetracht der möglichen Folgen - jetzt in aller Deutlichkeit vor Augen der ganzen Welt, einmal mehr, muss man sagen - scheint mir aber jeder Verzicht gerechtfertigt. Auch wenn hier dann Funkstille sein sollte. Einsamkeit für alle, die sich bereits suchtmässig an das allumspannende Netzwerk gewöhnt haben... Zum Glück kommt morgen mein Rolfi mit frischer Ware aus seiner Heimat zurück, mit Benzin wenigstens vom Stromnetz unabhängig, wenn auch nicht von lybienähnlichen Förderstaaten, und zum Glück - falls der Nachtzug ohne Stromausfall auskommt - liegt auch meine Jüngste morgen früh bis weit nach Mittag wieder wohlbehalten in ihrem Bett und zum Glück kann ich oder sie morgen Abend auch mit unserm Timmy wieder im sowieso unbeleuchteten Park seine Runde drehen...
Morgen schon? Also noch rasch meinen elektronischen Freiraum geniessen!!! Ich grüsse euch mit hoffentlich nicht unpassend scheinenden leicht ironisch-nachdenklichen Überlegungen (betreffend Energieversorglosigkeit. Über das Elend des japanischen Volkes würde ich mich niemals lustig machen!) aus seltsam leerem Haus.
Von den beiden Gelegenheitsbesucherinnen abgesehen ist keiner da. Nur ich. Seltsam. Da schaue ich auch schon mal fern. Japan ist der Grund, ja, aber auch die Langeweile, irgendwie. Über die Katastrophe habe ich mich ja bereits den ganzen Tag über Zeitung, Radio und Internet informiert. Die Bilder stossen auf eine instinktive Abwehr, dringen gar nicht mehr richtig durch. Einfach nur schrecklich. Dann die Infosendungen über viele "Was-wäre-wenn"s. Worst case, Gefahren in andern bestehenden AKWs, hier bei uns? Alles nicht möglich? Habt ihr gewusst, dass es sogar in Schweizer Seen Tsunamis geben kann, ja, gegeben hat? Schlimme, die ganze Stadtteile mit sich gerissen haben! Und dass es hierzulande keine Erdbeben geben könne, die stärker sind als die bisher gemessenen, glaubt ja nur, wer nicht weiter als zum Anfang der Geschichtsschreibung zurückdenkt. Also raus aus der Atomenergie! So schnell wie möglich. Das hiesse aber Strom sparen, flimmert mir das lächelnde Gesicht aus dem Flachbildschirm zu, und um das zu erreichen massiv höhere Strompreise..... Oh nein, denke ich mit meinem normalitätsverwöhnten Hirn sofort, nicht noch höhere Rechnungen! Und dann müssen endlich alle Geräte wirklich ausgemacht werden, wie ich es schon lange predige, melden sich in Kettenreaktion die nächstgelegenen Synapsen, während ich gerade feststelle, dass ich in eine stromfressende Flimmerkiste sehe, an mindestens drei Orten das Licht brennt, drüben der Computer auf mich wartet - online natürlich, und das, obwohl ich ganz alleine im Haus bin. Gleichzeitig sehe ich wieder mal gemütliches Kerzenlicht als Alternative und frage mich, wie die dann diese Rationierung durchführen wollen. Nur noch dreimal pro Woche warmes Essen? In Anbetracht der möglichen Folgen - jetzt in aller Deutlichkeit vor Augen der ganzen Welt, einmal mehr, muss man sagen - scheint mir aber jeder Verzicht gerechtfertigt. Auch wenn hier dann Funkstille sein sollte. Einsamkeit für alle, die sich bereits suchtmässig an das allumspannende Netzwerk gewöhnt haben... Zum Glück kommt morgen mein Rolfi mit frischer Ware aus seiner Heimat zurück, mit Benzin wenigstens vom Stromnetz unabhängig, wenn auch nicht von lybienähnlichen Förderstaaten, und zum Glück - falls der Nachtzug ohne Stromausfall auskommt - liegt auch meine Jüngste morgen früh bis weit nach Mittag wieder wohlbehalten in ihrem Bett und zum Glück kann ich oder sie morgen Abend auch mit unserm Timmy wieder im sowieso unbeleuchteten Park seine Runde drehen...
Morgen schon? Also noch rasch meinen elektronischen Freiraum geniessen!!! Ich grüsse euch mit hoffentlich nicht unpassend scheinenden leicht ironisch-nachdenklichen Überlegungen (betreffend Energieversorglosigkeit. Über das Elend des japanischen Volkes würde ich mich niemals lustig machen!) aus seltsam leerem Haus.
Sonntag, 13. März 2011
Zugfahrt ins Innere
Still ist es, frühmorgens im Zug. Sonntag. Und doch schon so viele Leute. Wo die wohl alle hinwollen? In der Gegenrichtung wäre es klar: Auf die Ski. Aber wer muss um diese Zeit schon nach Zürich, am Sonntag, wo die Geschäfte geschlossen sind? Vielleicht zum Flughafen? Dazu fehlen die grossen Gepäckstücke. Aber egal, es geht mich ja nichts an.
Ich bin selber so früh unterwegs, fahre nach Zürich um mich wieder für einen Tag zurückzuziehen, auf mich selber zu besinnen in unserer kleinen Gruppe, die sich dreimal im Jahr zu diesem Zwecke trifft. Es ist längst mehr als „nur“ Familienstellen – wir sind in den 11 Jahren zur zweiten Familie geworden, wissen übereinander fast so viel wie über die eigenen Verwandten, oder vielleicht auch mehr. Denn wer bespricht schon seine innersten Nöte und quälendsten Fragen mit den nächsten Bezugspersonen, die es vielleicht sogar betrifft? Da ist es doch viel angenehmer, ein bisschen Abstand zu nehmen und sich in einem vertrauten Rahmen ins Nichts fallen zu lassen im Vertrauen darauf, gehalten und begleitet zu werden. Wie viele meiner wichtigen Schritte haben sich so bereits angebahnt, sind zur vollen Kraft geraten und wie viele Dummheiten wurden so verhindert oder wieder auf den richtigen Kurs gebracht? Das Bauchgefühl, das Vertrauen in das eigene Empfinden für Richtig oder Falsch gestärkt? Oder wie oft durfte ich mich und meinen Körper und Dunstkreis schon als Seismopgraph für die Stimmungen und Empfindungen meiner Gruppenmitglieder zur Verfügung stellen. Ein herrliches Gefühl, wenn ich Emotionen durch mich hindurch fliessen lassen kann, wissend, dass sie nicht meine eigenen sind, mich nicht betreffen und auch nicht bleiben werden. Dennoch bedeuten diese Momente eine enorme Erweiterung meines eigenen Erfahrungsschatzes, aus dem ich wiederum für mich und meine Klienten schöpfen kann.
Da fahre ich nun hin, in unsere Oase mitten in Zürich diesmal, im Turnus bei den einzelnen Teilnehmern. Keine Ahnung, was ich gerade mitbringe, noch viel weniger, was ich nach Hause nehme. Ich freue mich.
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