Dienstag, 8. Juli 2014

Da da da!

(Denk dir das dicke D! Ist mir zu dumm...)
Dienstag! Danke, sagte ich dem Dentisten, dass er mir die dicken drahtgleichen Fäden demontierte, die mich seit letztem Dienstag drangsaliert hatten. Danach durchsuchte ich die Stadt beim Durchgehen nach D-Geschäften - denkste! Ausser Denner, McDonalds und viellecht noch einem Dosenbach nichts! Duo Hairstylist, das war's dann. (Gestern hätte ich Pech gehabt und viiiel Geld ausgegeben mit all den Confiserien und C&A ect...) Darum kam ich dann dementsprechend demotiviert daheim an. Du darfst, sagte Rolf und es duftete nach ... Spiegelei mit Speck :-D

Daten erlesen und diese drucken diktierte ich mir für dieses denkwürdige Datum. Doch der Drucker dachte diverses, nur nicht dies. Deshalb dödelte ich dies und das und dümpelte durch die Dinge, während die Dorniers dröhnend über die Dächer düsten. Düster war's drinnen und draussen und "die Döle" (Rolfs liebvoller Ausdruck für unsern lieben süssen kleinen Timmy) duckte sich diverse Male bei mir hin bei dumpfem Donnergrollen in deutlicher Distanz. Dann war Timmy dran und mit mir draussen - von dick bis Durchfall, doch demütig dressiert und dauerbrav.

Das DDR-Mahl, wegen dessen Rolf einen Metzgerei-Dauerlauf durchziehen musste (wer kauft den hierzulande schon Schweinshaxen?!) hiess Dresdener Zwiebelfleisch und war so lecker, dass ich das Fotografieren vergass... Dafür das Dessert... dlebrig und düsser Dreuselduchen ;-)

Heute spielt Deutschland... Es ist D-Day ... Doris Day

La Cuisine du Chaos

Fast hätte ich es verpasst... vor lauter Chuchichäschtli! Eigentlich wollten wir einiges an Chaos beseitigen, doch es artete eher in eines aus. Ich beschloss nämlich, wieder mal Chef de Cuisine zu spielen und Rolf ergriff die Chance, mir das Feld zu überlassen.
Natürlich gab es - wie leichtsinnigerweise am Vortag angekündigt - Crèpes. Und von der Ankündigung angelockt kündigte sich wiederum meine Tochter etwas früher als geplant an, was mich dazu bewog, die für den Abend geplanten Crèpes bereits am Mittag zuzubereiten und daher fuhr ich noch schnell zu Coop. Ich brauchte Eier und Cherry-Tomaten und fand zudem ... Crevetten, Camembert, Chavroux, Crème fraîche, Crème Caramel, Chicoré-Salat, Cotto (gekochten Schinken) und Charcuterie (Wurst bzw. Aufschnitt) sowie einen Choko-Cake und Choclate Chip Cookies.
Es wäre noch viel mehr gewesen - in der Schweiz ist alles mögliche auf Französisch (Crème Catalane) und Englisch (Chips, Crackers...) angeschrieben und den Rest kann man unschwer auf CH-Art mit Ch bezeichnen wie Chäschüechli, Chnoblouch, Chirschi ...Ich musste also faire le choix (auswählen). Zu Hause fand ich zu den Crèpes, die tatsächlich sehr gut gerieten, noch Cenovis, Confitüre und Crème de Marrons. Und Rolf brachte ein feines hausgemachtes Chutney von Kathrin zu Tage. Zu trinken war Cassis-Sirup geplant gewesen, aber wenn meine Tochter Coca-Cola bringt, was willst du machen?
Und wer gut aufgepasst hat, merkt, dass ich ganz cool geschwindelt habe, aber Coop liegt in unserm Einkaufshaus gleich Tür an Tür ;-)

Nachdem Rolf im Garten Cassis (Schwarze Johannisbeeren) gepflückt und danach verlesen hatte, während ich am Computer auf Comparis mögliche Ladenlokalitäten suchte, brauchten wir natürlich eine Café-Pause mit Choco-Cake!

Da ich ja umdisponiert hatte, gab's abends Chinesisch. Crevettencocktail als Vorspeise, danach Reis mit Chicken süss-sauel. Und zur Feier des Tages versuchte sich Rolf sogar im Essen mit Chopsticks! Es gelang! Doch nach einiger Zeit begann der Count-Down und auf einmal flogen sie!
Ich kann das gut nachvollziehen: Morgen bin ich wieder raus aus der Küche, denn die ist entschieden nicht mehr mein Revier und was für Rolf Ordnung ist für mich Chaos. Alles ist eben relativ. Morgen kocht wieder Deutsch & Deutlich Rolf ;-) !

Nach der endgültigen Chaosbeseitigung in der Küche setzten wir uns dann noch zusammen um einen geplanten Coaching-Workshop zu diskutieren. Nein, kein Cointreau, kein Cognac, kein Crème de Cassis - Met :-)

Sonntag, 6. Juli 2014

Bern - Badewetter

Wir beschlossen den Badewetter-Tag in Bern bedächtig zu begehen. Im Badekleid, bedeckt von brauner Bluse, bereitete ich den Brunch auf Balkonien, wo der Baldachin vor Beschuss und Beschiss vom Baum bewahrt. Brot, Butter, Beilagen und Birnen-Nektar. Betreffend Betätigung beschlossen wir bescheiden zu bleiben und auch Besuche bleiben zu lassen, bei Bernasconis Buchladen in der Badgasse beispielsweise ... bezeichnenderweise begegnete Rolf, als er sich mit dem Bus zum Bahnhof begab, der betreffenden Bekannten, während ich belämmert nochmal ein bisschen mein Bett belauschte.
Wieder beisammen berieten wir, wo man baden gehen könnte, ... Burgseeli auf dem Bödeli, Burgäschisee oder einfach irgendeine Badi... bemerkten jedoch, dass bedeckter Himmel Badefreuden bald beeinträchtigen würde und so beliessen wir es beim Bedenken. Bald begab ich mich zum Bildschirm und begann Bilder zu betrachten und zu bearbeiten. Die Bilder der Belle-Epoque-Hochzeit blieben bisher beiseitegeschoben und beharren nun auf Beachtung. Bald werden die Beteiligten besagte Betrachtungen bekommen!
Da mich meine Beisserchen nach der Behandlung immernoch ein bisschen behindern, bekommen wir heute Brei, aber den Bärenlikör zum beschaulichen Beisammensein stelle ich schon mal bereit.
Bis bald! :-)

Samstag, 5. Juli 2014

ABC-Ferien

Am Anfang stand ein Artikel, der mich auf die Idee brachte, die kommenden drei Ferienwochen mal anders anzugehen. Anstatt antriebslos zu Hause zu sitzen, könnten wir doch Ausflüge nach dem Zufallsprinzip unternehmen!
Also begannen wir heute den Tag mit Ausschlafen! Dann, nach dem Mittag der Aufbruch nach Avenches, oder auf gut römisch: Aventicum. Ich wollte mir das ansehen, um eventuell eine Klassenverlegung dort ins Auge zu fassen. Also ab ins Auto und nach 33 km Autobahn waren wir schon dort. Als erstes nahmen wir einen Augenschein des Amphitheaters, in dem gerade eine Oper aufgeführt wird. Im Museum erfuhren wir allerhand über die Anlage und beschlossen, uns auch noch die andern Ausgrabungen anzusehen. Zuerst aber fanden wir eine lauschige Nebengasse in dem mittelalterlichen Stadteil und waren von den Bauten mit welschem Charme sehr angetan.

Auffallend waren die vielen deutschstämmigen Nachnamen in dieser Kleinstadt im französischsprachigen Waadtland. Da sind doch einige aus dem Bernischen ins damals eroberte Gebiet ausgewandert und dort nach dem Fall des Ancien Régimes geblieben. So auch die Familie Aeby, deren Confiserie uns natürlich auffiel.
 Auf die Frage nach einem Gebäck mit A wurden uns Amaretti empfohlen, die wirklich auch sehr gut schmeckten!

Aber zurück zum eigentlichen Ansinnen unseres Aufenthaltes in Avenches:
Wir suchten also die weiteren römischen Anlagen und fanden auch die Therme und die Ruinen des Theaters. Alles ist für einen Ausflug mit meinen Schülern sehr geeignet. Aaaber - für eine Landschulwoche brauchen wir eine angenehme Gruppenunterkunft und da hat Avenches nicht viel zu bieten. L'Auberge de jeunesse (Jugendherberge) ist zu teuer und sonst liegt nichts in der Nähe, was uns tauglich erschien.

Oder hat jemand eine Anlaufstelle, Anregung oder Auskunft, wo man sich erkundigen könnte?

Aller Anfang ist anstrengend ... aber auch am Abend noch anregend - anstossen mit Absinth - und so versuchen wir es morgen mit B.

Dienstag, 1. April 2014

1. April 1914

Kleiner Scherz ... aber irgendwie doch nicht. Denn übermorgen gehen Rolf und ich gleichzeitig zusammen einen Schritt in die Zukunft wie auch in die Vergangenheit. Wir werden gemeinsam 100 Jahre alt (also erst am 8. April) und haben dies zum Anlass genommen zu heiraten.
Das Motto unserer Feier ist ja klar: Belle's Epoque!
So wurden also unsere lieben Gäste dazu verknurrt, sich in Kostümverleihe und Mottenkisten umzusehen nach authentischer Bekleidung und Ausstattung wie vor 100 Jahren und auch wir selbst graben andauernd im Keller und Dachboden mögliche Dekostücke aus und entdecken dabei so manch spannende Zusammenhänge.

Meine Mutter erwähnte zum Beispiel, dass meine Grosseltern im Jahr 1914 geheiratet haben. Also machte ich mich auf die Suche nach Indizien. Und wie vermutet, fand ich tatsächlich im Archiv meines verstorbenen Vaters ... die Menukarte des Anlasses!
























Mein Grossvater war damals schon nach Kanada ausgewandert gewesen und war nur in die Schweiz zurückgekommen um sich (s)ein Bernermeitschi zu holen. Es war klar, dass die junge Frau mit nach Kanada reisen würde, wie die Zeichnung auf der Karte deutlich macht.
Was mich aber sehr berührt, ist das Datum dieser Hochzeit:


Ist das nicht einfach unglaublich? Aber dies ist kein Aprilscherz!
 

Mittwoch, 1. Januar 2014

Jahreswechsel




Guten Morgen im Neuen Jahr!
Egal, wie schlimm und doof es war,
wie schön oder gar wunderbar -
's ist jedenfalls vorbei.

Mit Karten, Mails und SMS,
ob lange her oder express,
wütete der Wünsche-Stress -
unsre waren kaum dabei.

Nicht verpasst haben wir dies,
Nicht vergessen, zu spät gesehn,
fühlten uns dabei nicht mies,

wollten einfach in uns gehn,
als die Dreizehn uns verliess.
Willkommen nun im 2014!!

Alles Liebe im Neuen Jahr!
Wir sind wieder für euch da!


Sonntag, 27. Oktober 2013

Abschiede und Aufbau

Nun gut, dann will ich mal wieder berichten, was inzwischen so alles los war.

Schon seit etwa drei Jahren wusste ich, dass es mal so weit sein würde und ich mich von meiner altbewährten dreifach erfolgreichen Gebärmutter würde trennen müssen. Mein Arzt eröffnete mir, sie habe sich gesenkt und er empfehle mir ein Ende der inzwischen unnötigen monatlichen Blutverluste. Na ja, dachte ich, das Organ ist mir irgendwie liebgeworden und eigentlich fühle ich mich gut. So liess ich es bleiben und holte mir nach einem Jahr eine Zweitmeinung ein - von einer Frau! Ja, meinte sie, sie sei gesenkt, doch dringend sei die Entfernung nicht. (Aha, eben, dachte ich's mir doch!) Aber eigentlich sei es weniger die Gebärmutter als vielmehr Darm und Blase, die tiefergelgt seien. Wenn sie mir die Gebärmutter entferne, dann könne sie jene auch gleich wieder hochheften und alles ein wenig raffen (?!?) Ich liess es also nochmal bleiben, fühlte ich mich doch noch überhaupt nicht nach Lifting und hatte zudem auch gerade gar keine Zeit für sowas.
Nachdem ich wieder ein Jahr später doch auch selbst die Auswirkungen dieser inwendigen Laschheit allmählich als unbequem zu empfinden begann, entschloss ich mich dann doch zum Eingriff. In meinem vollgepackten Terminkalender fand sich eine Phase, zu welcher ein Aussteigen auf Zeit für mich attraktiv und machbar erschien. Und so erhole ich mich jetzt schon seit drei Wochen von einem Eingriff, den ich, hätte ich alles gewusst, wohl schon sehr viel früher gemacht hätte. Allerdings hatte ich wohl da noch nicht ahnen können, dass sich das liebe Stück um mehr als das Doppelte des Normalen vergrössern und ein paar Zysten beherbergen würde. Diese sind zwar gutartig gewesen, aber sehr viel länger hätte ich kaum warten dürfen, schon nur um weitere Schnitte zu vermeiden. So aber ging alles noch glatt und ohne Narben und mir geht's einfach guuuuut!

Den andern Abschied haben wir von Rolfs Laden genommen - das heisst, dies steht uns noch bevor, denn er muss bis Ende Dezember geräumt sein. Auch für diesen Entschluss gab es gesundheitliche Gründe: Der Pilz in den offenbar feuchten Mauern des kleinen "Grünen Gewölbes" scheint jeweils Ende Sommer seine Sporenhochsaison zu haben. Jedenfalls ist Rolf diesen September zum dritten Mal in Folge ernsthaft erkrankt bei der Arbeit in seinem Laden. Er hat offenbar eine massive Allergie gegen das Zeug entwickelt und kam beim dritten Mal nur knapp am Spitalaufenthalt vorbei. Das bedeutete für uns: Alle Maschinen Halt, Strich drunter und anders weiter.

Da wir beide nun also viiiel Zeit zum Nachdenken und Aushecken hatten, sind daraus zwei Richtungen entstanden: Erstens hat Rolf bei mir die Ausbildug zum HEB-Coach begonnen und wird mich so nachher bei meiner Tätigkeit begleiten und unterstützen können und zweitens planen wir mit dem Glas aus seinem Geschäft Homepartys à la Tupper zu organisieren. Der erste Flyer ist in Druck und wir wollen noch vor Weihnachten im Umkreis von bis zu ca. einer Stunde Fahrt ein paar ersten GastgeberInnen die Möglichkeit geben, ihre Weihnachtsgeschenke zusammen mit Freundinnen und Freunden bei sich zu Hause zusammenzustellen. In diesem Job ist dann Rolf der Experte und ich die Unterstützung im Hintergrund. Den Start machen wir bei uns zu Hause und ich bin sehr gespannt, wie das ankommt. Drückt uns die Daumen!