Freitag, 9. November 2012

Dienstag, 6. November 2012

Im Fluss

Kennst du das Gefühl, im Fluss zu sein?
Ich meine damit nicht Aare, Rhein oder Oder, sondern ganz einfach den Fluss des Lebens, den "Flow", in dem alles ganz von selbst läuft, dich mitzieht und du weisst, es kommt gut?
Wann war das zum letzen Mal?
Was war da anders? Was hast du gemacht, um in diesen Fluss zu gelangen? Und was müsste geschehen, damit dieses Gefühl wieder möglich wäre?


Freitag, 2. November 2012

auftauchen - Luft schnappen

"Ich muss mal schnell nach draussen an die Luft, um sie zu schnappen", sagte Heinz Erhardt...
So ähnlich ging's mir heute. Nach vielen langen sehr gefüllten Tagen war heute endlich mal wieder Frei-Tag, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Morgen zum freiwillig Aufstehen, ein Mittag zum geniesserisch Verschlafen, ein Nachmittag für gemütlichen Besuch und Einkauf und ein Abend für gemeinsames Geniessen eines einfachen aber leckeren Mahls. Nichts Ausserordentliches, ein Stück Normalität,  aber dieser Tag tat sowas von gut!

Da sind sie endlich wieder, unsere drei Gs. Nach und nach vertrauen wir wieder in so etwas wie Gesundheit, Gemeinsamkeit, Genuss... Wir freuen uns darauf, den Laden in Weihnachtsstimmung zu bringen, haben für die Winterferien das Chalet "gebucht" und planen unbeschwert Dinge, die wir gar nicht umsetzen wollen, einfach so als Gedankenspielerei, bis sie uns so weit packen, dass wir es bedauern, nicht anfangen zu können. Eine Verrückte Entwicklungs-Beschleunigung ;-) , die nicht nur uns, sondern vor allem auch andern weiterhelfen könnte aus ungünstigen Verhältnissen in bessere hineinzuwachsen....  Aber noch ist unser gerade wiedererlangter fester Boden nicht tragfähig und sicher genug, um sich mit Visionären Expansions-Bewegungen befassen zu können - und doch geben gerade solche Momente der gedanklichen Unbeschwertheit von möglichen Verboten, Einschränkungen und Bremsklötzen das Gefühl von Veränderung, Erneuerung und Begeisterung, ... nun reicht's aber!! ... einfach von Leben! :-)  (Zugegeben, das war jetzt ein Insider... mal sehen, wer damit was anfangen kann. Bitte melden!)

Das Wochenende wird sich schnell wieder füllen mit Aufgeschobenem, das nun dringendst erledigt werden muss. Aber nach diesem angenehmen Tag fühle ich mich wieder kräftig genug, die Dinge in Angriff, oder vielmehr mich selbst bei der Hand zu nehmen und voranzugehen. Je mehr Altes abgearbeitet und erledigt wird, desto schneller ist Platz für Neues, für Ideen und Projekte, die sich bereits wieder in die Pipline drängen...
Schnappen wir sie also, die Luft da draussen und atmen tief durch vor dem nächsten Abtauchen ...


Freitag, 12. Oktober 2012

Erleichterung

Ach, ihr Lieben alle!

Es ist geschafft, vorbei, alles halb so schlimm - wenn man's im Nachhinein betrachtet. Die Untersuchungen ergaben keine weiteren Probleme, Rolf isst wieder Eis und klingt auch durchs Telefon wieder verständlich und sieht - aus meiner Sicht - richtig gut aus. Seinen Humor hat er noch :-) Alles in Butter.
Im Vergleich zum letzten Mal war das also kaum der Rede wert. Es bot bloss zwei grosse Schwierigkeiten: Erstens mussten wir über eine Woche auf die OP warten und zweitens hatten wir die unglaublichen Ausmasse der letzten Katastrophe noch in den Knochen und vor allem in den Gedanken, die sich über die lange Wartezeit ständig aneinander aufrieben und hochschaukelten. Diesmal jedoch war die Operation von langer Hand geplant, die Ärzte wussten genau, was sie vorhatten, was sie in etwa erwarten konnten und wie sie damit umzugehen gedachten. Vor einem Jahr war es einfach eine Not-Schlachtung, könnte man fast sagen, mit erstaunlicherweise weiterlebendem Ausgang. Die Nebenwirkungen waren gigantisch. Und wer sowas überlebt hat, den sollte eigentlich eine solche Routineoperation nicht mehr umbringen. Mit diesem Gedanken hielt ich mich über Wasser - und ja, er lebt! Keine Lähmungen, keine Embolien, ... Nun kommt's gut!


Dienstag, 9. Oktober 2012

Angst

Nun liegt also Rolf wieder in der Insel (Unispital) und wird morgen erneut operiert. Diesmal ist alles genaustens vorbereitet und man müsste meinen, die Ärzte wissen genau, was sie tun - doch ihre schwammigen Auskünfte lassen vermuten, dass nicht. Ein Knoten in der Lymphdrüse soll entnommen werden und an Ort und Stelle nach seiner Beschaffenheit untersucht. Diese bestimmt dann das weitere Vorgehen - alles auf einer Seite raus oder wieder schliessen und weiter zusehen.
Rolf ist tapfer und überspielt seine Angst immer wieder bestens mit Galgenhumor - ich bin auch tapfer und lenke mich mit Arbeit ab. So hat jedes seine Technik.
Was wäre, wenn, das dürfen wir uns gar nicht fragen. Das Szenario reicht von alles bestens bis ... ? wer weiss das schon? Die Erfahrungen nach der letzten OP waren nicht wirklich gut, es dauerte ein halbes Jahr, bis alles wieder funktionierte, wie es soll. Und gerade, als wir von "gesund sein" zu sprechen begannen, meldeten sich erneut Halsschmerzen. Inzwischen stecken nicht mehr die Assistenz- sondern die Chefärzte der Klinik die Köpfe zusammen - Rolf, das Unikum, einmal mehr. 
Hier bei mir (Hund, Katzen, Laden, Haus) ist alles in Ordnung, ich habe genug zu tun, um nur selten ins Grübeln zu kommen. Aber ich bin froh, wenn das morgen vorbei ist - und keine neue Hiobsbotschaft, sondern ein "alles ist gut gelaufen" bei mir ankommt! Dann kann's nur noch besser werden!

Dienstag, 25. September 2012

Freud und Leid ...

... liegen manchmal so nah beieinander, dass man nicht recht weiss, ob man sich nun freuen oder grämen soll. Ich mag da nun auch nicht näher darauf eingehen, erzähle nur mal soviel, dass wir beide, Rolf und ich, uns immer wieder von der einen zur andern Seite hingerissen fühlen und wieder zurück. Jedenfalls leben wir noch und machen das Beste draus ;-)

Ein paar Impressionen des letzten Monats:












Mittwoch, 5. September 2012

Das letzte Häkchen

Nun ist es also so weit: Ich kann unter meine familiäre Erziehungsarbeit das letzte Häkchen setzen. Das Nesthäkchen sozusagen. Dieses Wochenende ist es ausgezogen.

Wie schnell vergeht eigentlich die Zeit, sagt mal? Gerade erst machte ich mir Gedanken, wie sich das Leben wohl als Mutter anfühlen werde, versuchte, dem kleinen Schreihals baldmöglichst einen zweiten zur Seite zu stellen, wurde vom dritten in Schnellstfolge überrascht, bemühte mich, den drei Goldlockenköpfchen viel Freude und die besten Möglichkeiten zu bieten, ergötzte mich an ihren Spielen, putzte, was schmutzig war, hob auf, was herumlag und tröstete, was weinte, trennte mich stundenweise, tageweise, wochenweise vom einen oder andern, vermittelte, diskutierte, versuchte konsequent zu sein, zweifelte, fasste mich wieder, hielt stand, unterstützte, trieb an, bremste, war da, wurde gebraucht zum Zuhören, zum Handyrechnung zahlen, zum Taxidienst leisten, warnte, tröstete, lachte und weinte, sang mit meinen Dreien, Zweien, Einen ... weg.

Was bleibt sind Telefon, Facebook und ab und zu ein Besuch der jungen Damen, über die ich immer wieder staune. Sind das meine Töchter? Habe ich die gemacht, hervorgebracht, mich verdreifacht in so ähnlicher und wiederum dreimal total verschiedener Ausführung? Das Ganze ist einfach unglaublich! Und irgendwie ist es ein gutes Gefühl, dieses letzte Häkchen setzen zu können. Dreimal geschafft. Dreimal gut geraten. Dreimal unglaubliches Glück gehabt! Mädels, ich bin stolz auf euch! Danke, dass ich eure Mutter sein durfte und auf immer sein darf!


Und danke meiner Mutter für ihr Vorbild - auch wenn ich es nicht immer befolgt habe ;-) Es war genau richtig!


Auf geht's in die nächste Runde. Ihr seid dran! My job is done :-) Auf den nächsten kann ich aber gerne noch ein wenig warten...